Retrospektiven sind das Rückgrat eines jeden agilen Prozesses. Gute Retrospektiven zu gestalten ist dabei nicht leicht. Sie sollen einladen sich aufeinander einzulassen, Spaß machen,  in die Tiefe gehen und abwechslungsreich sein. Für uns Grund genug allen ein wenig unter die Arme zu greifen, die dabei sind ihre ersten Retrospektiven vorzubereiten.

Wir haben 10 praxiserprobte Retrospektiven zusammengestellt. Sie decken ein breites Spektrum an Teamthemen ab und dauern nicht länger als 90 Minuten. Optimal für 2 Wochen Sprints oder Teilzeit-Scrum. Du kannst sie ohne viel Vorbereitung mit unseren Leitfäden und Postern moderieren.

Der Retro-Würfel

… und wenn ihr mal nicht wisst, welche Retro ihr als nächstes machen sollt, dann bastelt Euch einfach unseren Retro-Würfel und lasst den Zufall über Eure nächste Retrospektive entscheiden!

Sprint Retrospektive

Auszug aus unserem e-Book: Agil unterwegs mit Scrum > leanpub.com/agil-unterwegs

Während des Sprint Review habt ihr euch klar gemacht, was ihr fachlich während des letzten Sprints auf die Beine gestellt habt und wo es jetzt hingehen soll. Aber das Innehalten zwischen den Etappen geht noch weiter und zwar mit der Sprint Retrospective.

In der Retrospektive geht es darum, dass ihr euch Zeit für eure Zusammenarbeit nehmt und gemeinsam überlegt, was ihr während des nächsten Sprints in eurem Scrum Team besser machen wollt. Das macht ihr am besten gleich nach dem Sprint Review und vor der nächsten Sprint Planung. Auch diese Zusammenkunft hat - ihr könnt es euch schon denken - eine feste Zeitspanne von 3 Stunden für eine Etappe von 4 Wochen, bzw. entsprechend kürzer bei kürzeren  Sprints.

Als Scrum Masterin stellst du sicher, dass das Treffen stattfindet und dass alle, die dabei sind, wissen, was der Sinn der Retrospektive ist. Du bringst den Teilnehmer.innen auch hier bei, sich an die Zeitspanne von maximal 3 Stunden zu halten. Und - wichtig! - du nimmst als Teammitglied auch selbst an dem Treffen teil, weil es ja auch um die Methoden und Arbeitsweisen gehen könnte, also alles, für das du zuständig bist.

Ihr macht die Retrospektive, um gleichermaßen

  • zu beleuchten, wie der letzte Sprint gelaufen ist - mit Blick auf Menschen, Beziehungen, Prozesse und Werkzeuge, die ihr einsetzt,
  • herauszufinden, was schon richtig gut läuft und wo ihr noch viel besser werden könnt,
  • zu planen, wie ihr eure Verbesserungsideen in der laufenden Arbeit umsetzen wollt.

Als Scrum Masterin ermunterst du alle dazu, eure Vorgehensweisen und eure Zusammenarbeit für den nächsten Sprint (noch) wirksamer und freudvoller zu gestalten. Tauscht euch dabei auch regelmäßig über euer Qualitätsverständnis aus und haltet die Erkenntnisse in eurer Definition of done fest. Die Idee ist natürlich, dass eure Qualität dadurch laufend steigt.

Am Ende der Retrospektive habt ihr ein paar Verbesserungen ermittelt, die ihr im nächsten Sprint umsetzt. Das müssen keine großen Pläne oder langen Listen sein. Wenn es euch gelingt, in jeder Etappe ein oder zwei Sachen zu verbessern, seid ihr als Team gut unterwegs.

Ihr dürft übrigens jederzeit auch einfach so besser zusammenarbeiten - die Retrospektive ist nur die minimale Zeit, die ihr euch fürs Besserwerden und Dazulernen nehmen solltet.

Inspirationen für gute Retrospektiven