Gemeinsam geht es besser

5 Tipps fürs Ordnung schaffen am Arbeitsplatz

Im Blogartikel Frühjahrsputz mit 5S, Kanban und Kaizen haben wir euch erläutert, welche Methoden wir empfehlen, um euere Arbeitsumgebung gut zu gestalten. Aus der Erfahrung von zahlreichen Begleitungen solcher Ereignisse, legen wir euch die folgenden fünf Tipps ans Herz. So könnt ihr sicherstellen, dass euch der Spaß beim Aufräumen (ja, ich meine das wirklich so #Aufräumnerd…) nicht flöten geht. 

Aufräumen braucht Zeit

Glaubt es mir auch wenn es banal klingt: Ihr braucht Zeit zum Aufräumen. Mal eben so nebenbei ein bisschen Ordnung zu schaffen, ist eine komplett andere Sache als professionell einmal Grund reinzubringen. Nehmt euch je nach Größe und Komplexität ein ordentliches Zeitfenster und blockiert euch den Kalender. Sonst brecht ihr zu einem ungünstigen Zeitpunkt ab und alles bricht wieder zusammen.

Ihr müsst durch die Erstverschlimmerung kommen

Als Apothekerin kann ich euch sagen, dass es z.B. in der Homöopathie immer zur sogenannten Erstverschlimmerung kommt, bevor das Medikament wirkt. Erst danach wird es besser. Das ist beim Aufräumen ganz genau so. Es wird dieser Punkt kommen, an dem ihr euch wünscht, niemals angefangen zu haben. Typischerweise ist das Chaos dann am Schlimmsten und es sind noch so viele kleine Handgriffe zu erledigen, wenn euch dieses Phänomen erwischt. Jetzt auf keinen Fall abbrechen! Durchhalten heißt die Devise! Ihr seid ganz kurz davor, dass es richtig gut wird. Wenn ihr wisst, dass dieser Punkt kommt, kommt ihr besser damit klar.

Hochpotenzen funktionieren nicht

Wo wir gerad bei Homöopathie sind – dort gelten die größten Verdünnungen, die sogenannten Hochpotenzen als am wirksamsten. Ich kann euch versichern, dass dies beim Aufräumen nicht funktioniert. Sich einzureden, dass jeden Tag ein bisschen, auch was bringt, wird euch garantiert nicht zum Ziel führen. Meist klappt das zwei bis drei Tage ganz gut. Danach bröckelt euch die Energie weg, weil ihr kaum einen Unterschied merkt und der gute Vorsatz ist dahin.

Viele Hände – schnelles Ende

Auch wenn ich sonst ein Fan davon bin zu überlegen, wer am besten welche Aufgabe erledigen kann und ob es sich lohnt etwas abzugeben oder zu delegieren – Delegiert das 5S-Aufräumen niemals, niemals, niemals! Wir haben nicht alle das gleiche Verständnis von Ordnung und es lohnt sich darüber zu sprechen, bevor ihr Fakten schafft. Im Toyota Produktionssystem ist das gemeinsam Arbeiten an jeglichen Verbesserungen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Denn die Menschen, die an diesem Platz arbeiten, lernen durch die Diskussion über die beste Ordnung einiges darüber, wie die Aufgaben an diesem Arbeitsplatz verrichtet werden können. Da findet oft ein Austausch statt, der weit über das Ziel des eigentlichen Ordnung Schaffens hinaus geht und Lernen fördert. Und wenn alle mit anpacken, macht es mehr Spaß und ihr seid schnell fertig.

Mit ’nem Löffelchen voll Zucker….

Kennt ihr bestimmt aus Mary Poppins, oder? Gemeint ist, dass auch in ungeliebten Aufgaben viel Spaß stecken kann, wenn man sich ihn sucht. Überlegt also, in was für einem Setting euch Aufräumen Spaß bringen würde. Pizza Pause am Mittag mit allen? Flotte Musik beim Müll ausräumen? Die besten Aufräum-Hacks miteinander teilen? Oder andere Aufräum-Verrückte in der Pause anschauen (der Schweizer Ursus Wehrli bietet hier herrliche Anregungen…). Wenn dann alles vorbereitet ist, werdet ihr erstaunt sein, wie viel Spaß es bringen kann miteinander aufzuräumen.

Und solltet ihr einen Anschub brauchen, meldet euch gerne. Dann machen wir das gemeinsam.

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