Kaum ein Unternehmen, das heutzutage nicht mehr auf agile Arbeitsformen setzt und das nicht nur innerhalb der IT. Tagtäglich wird versucht agiles Arbeiten an die unterschiedlichsten Aufgaben und Organisationsformen anzupassen. Dafür lohnt es sich mit den Grundlagen von Agilität zu befassen, um zu verstehen welche Ziele eigentlich hinter den einzelnen Werkzeugen stecken.

Um so bemerkenswerter ist es, dass kaum jemand tatsächlich das agile Manifest gelesen zu haben scheint. In den Büchern über agiles Arbeiten finden sich in der Regel maximal die ersten 3 Absätze. Viel spannender und nützlicher sind allerdings die 12 agilen Prinzipien, die auch Teil des agilen Manifests sind, aber leider vielfach unbekannt.

Wir finden es ist Zeit das zu ändern! Dafür haben wir uns ein kleines Spiel ausgedacht und bereit auf der Einweihungsfeier unserer neuen Räume mit Freunden und Kunden getestet: „Agiles Mau-Mau“.

Das Ziel von Agilem Mau-Mau ist als erstes all seine Karten abzuspielen und dabei sich intensiv über die agilen Prinzipien und deren Verankerung in der eigenen Arbeit auszutauschen.

Es lässt sind gut in Gruppen von jeweils 3-5 Spieler.innen spielen und funktioniert so:

Vorbereitung

  1. Jede.r Spieler.in erhält ein Satz von 12 Spielkarten. Jede Spielkarte enthält eines der 12 agilen Prinzipien.
  2. Zum Beginn bringt jede.r Spieler.in die 12 Spielkarten für sich in eine Reihenfolge und nummeriert diese von 1 bis 12 durch. Jede Zahl wird dabei nur einmal verwendet. Es gilt:
    – Die Karte mit der „1“ sollte das Prinzip enthalten, welches aus Sicht des Spielers/der Spielerin im eigenem Unternehmen(sbereich) bereits am besten umgesetzt wird,
    – danach folgen die Karten, die im Alltag weniger gut gelebt werden,
    – die Karte mit der „12“ enthält das Prinzip, welches aus Sicht des Spielers/der Spielerin im eigenem Unternehmen(sbereich) am schlechtesten etabliert ist, bzw. eventuell sich gar nicht vorstellen lässt wie das funktionieren sollte.
  3. Nun mischt jeder seine/ihre eigenen Karten und zieht verdeckt 5 Stück, die sie/er auf die Hand nimmt.
  4. Die restlichen Karten aller Spieler.innen werden zusammengetan, nochmals gemischt und als Stapel in die Mitte des Tischs gelegt. Die oberste Karte wird aufgedeckt und gut sichtbar neben den Stapel gelegt

Spielverlauf

Jetzt wird nach den Regeln von MauMau reihum gespielt:

  • Eine Karte darf abgelegt werden, wenn Inhalt (Prinzip) oder Zahl (Einordnung) übereinstimmen!
  • Kann ein.e Spieler.in nicht ablegen muss er/sie eine neue Karte vom Stapel auf die Hand nehmen!

Dabei ist jede Karte ist die Einladung zu einem Gespräch: Die Spieler.innen erläutern mit einem kurzen Beispiel, was für sie in der Karte steckt und weshalb sie einen niedrigen oder hohen Wert vergeben haben.

  • Spezielle Züge
    – Das Persönliche Treffen darf auf jede Karte gelegt werden. Der oder die nächste Spieler.in darf den Wert frei wählen.
    – Wer die Einfachheit ausspielt, darf gleich noch eine Karte ausspielen.
    – Bei der Veränderung wird die Spielrichtung gewechselt.
  • Sollte niemand eine Karte ausspielen können, werden solange Karten vom Stapel umgeblättert, bis weitergespielt werden kann.

Spielende

Gewonnen hat der/die Spieler.in der/die als erster/erste seine/Ihre Karten komplett abgelegt hat und Mau-Mau ruft.

Downloads: Agiles Mau-Mau zum ausdrucken, inkl. kurzer Spielanleitung.