Das Kreativteam einer Agentur für Design will mit einem Playshop seine Zusammenarbeit spielerisch-wohlwollend unter die Lupe nehmen und gemeinsam Handlungsbedarfe identifizieren, um auf dem zentralen Kreativprozess noch besser zu werden. Nebenbei sollen Methoden und Techniken aus dem LEGO® SERIOUS PLAY® (LSP®) und dem agilen Projektmanagement/SCRUM ausprobiert werden, mit denen das kreative Zusammenspiel unmittelbar verbessert werden kann.

Zielgruppe

8 Designer.innen und Mitglieder der Geschäftsführung

Design und Inhalte des Playshops

Nach einem kurzen Skill Building haben wir das Thema in 4 wesentlichen Bauabschnitten entdeckt und durchgespielt:

  • Welche Aspekte der eigenen Kreativarbeit bereiten Lust und Freude?
  • Wie stehen die Aspekte zueinander und wo gibt es Verbindungen / Berührungspunkte?
  • Wie wirken sich Veränderungen im Umfeld auf den Kreativprozess aus?
  • Was kann künftig in der Zusammenarbeit auf dem Prozess unterstützen?

Mit den erstellten Modellen und dem Erlebten des ganzen Tages haben wir dann die konkreten Ideen zur Umsetzung für eine erste Iteration gesammelt: Was können wir in 2-4 Wochen an Verbesserungen schon umsetzen?

Tipps für die Praxis

Eine gute Dokumentation ist wichtig für die Verankerung der Ergebnisse

Eine gute Dokumentation ist zentral für die Akzeptanz der Ergebnisse und die Weiternutzung nach dem Workshop, auch im Sinne von AGES. Zwar sorgt die Methode selbst schon für eine tiefere Verankerung der „erspielten“ Ergebnisse – viele Erkenntnisse entwickeln sich allerdings erst langsam in den Tagen nach dem Playshop und dann hilft es sich die Modelle noch einmal vor Augen zu rufen.

Je nach Anlass dokumentieren wir auf verschiedene Arten:

  • Der Kunde kauft eigenes LEGO®-Material und die erbauten Skulpturen und Modelle bleiben physisch als Dokumentation bestehen, bzw. werden nach dem Playshop lebendig weiterentwickelt.
  • Die Teilnehmer.innen fotografieren oder filmen ihre Modelle für die eigene Weiterverwendung mit dem Smartphone ab – insbesondere dann, wenn es wichtig ist den individuellen Blickwinkel auf das Modell zu erhalten.
  • Wir dokumentieren die Ergebnisse in Form einer Wissenslandkarte oder eines Learning-Journals und notieren die Anmerkungen der Teilnehmer.innen in Sprechblasen, bzw. lassen Raum für eigene Ergänzungen (siehe Bild „Hand-Mind-Connection“ unten). Dabei hilft es insbesondere bei längeren Erläuterungen und Geschichten eine Sprachaufzeichnung per Smartphone mitlaufen zu lassen.

Hand Mind Connection (1.1)

Spielerische Atmosphäre aufrechterhalten

Der Erfolg eines Playshops hängt wesentlich von der Bereitschaft der Teilnehmer.innen ab mitzuspielen und von der Fähigkeit der Berater.innen über einen oder mehrere Tage eine spielerische Atmosphäre aufrechtzuerhalten. Es braucht keine großen Inputs und Vorklapps, damit Teilnehmer.innen anfangen zu bauen. Sobald LEGO® auf dem Tisch ist, beginnen die Hände von allein zu ‚denken‘ und mit einem durchdachten Skill Building entsteht unmittelbar Spielfreude. Wenn dieser Prozess einmal läuft, braucht es ’nur‘ noch anregende Bauanweisungen, die den Spirit über den Tag aufrechthalten und eine saubere Begleitung in den Runden zum Sharing und zur Reflexion, damit konkrete Ergebnisse und Erkenntnisse entstehen.

Feedback der Teilnehmer.innen

Der ganze Tag war sehr schön – es ist mehr Schwung drin, wenn man miteinander arbeitet/baut, statt „nur“ zu denken.

Super, mit den Händen, was zu bauen. Interessant zu erleben, wie jeder seine Aufgaben anders umsetzt.

Erstaunlich, wie schnell man mit 13 Steinen etwas hinkriegt.

Wenn Du noch etwas genaueres über diese Arbeit und den Erfolg des Workshops erfahren möchtest, vermitteln wir Dir gerne den Kontakt zum Auftraggeber.

Dieser Blogartikel ist zuerst auf www.learnical.com erschienen (2. Juli 2013) – Version 1.1.

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